Unser Freund Jürgen Gaul ist an Pfingsten einem Herzinfarkt erlegen. Mit
Jürgen verlieren wir nicht nur einen begeisterten Fliegenfischer,
sondern auch einen wahren Freund der Natur. Ganz speziell war er den
Wasserinsekten zugetan. Seine Favoriten waren die Vertreter der Familie
der Köcherfliegen. Sein Lichtbildervortrag blieb jedem Zuschauer, der
ihn gesehen hat, in bleibender Erinnerung. Sein großes Wissen schöpfte
er aus vielen Stunden der Erforschung nicht nur am Schreibtisch bei der
Untersuchung der Muster aus seiner geliebten Nagold, sondern auch aus
Fachliteratur und wissenschaftlichen Schulungen als Mitglied der
Deutschen Lymnologischen Gesellschaft.
Seit über 32 Jahren gestaltete
er an wichtigen Positionen den Bezirksfischereiverein Nagold e.V. mit.
Seit 15 Jahren als 1. Vorsitzender. Seine geschätzten Kontakte zu
Behörden und sein leidenschaftliches Engagement für die Fischerei werden
wir schmerzlich vermissen.
Wir verlieren einen langjährigen Freund.
Freitag, 21. Juni 2019
Mittwoch, 27. März 2019
TLT Wurftechnik
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| TLT Wurftechnik: Bernhard Liniger in Bad Liebenzell |
…der bekannte schweizer Fliegenfischer Bernhard Liniger aus dem Kanton Solothurn stellte die TLT Technik (italienische Wurftechnik) an der Nagold bei Bad Liebenzell vor. Dabei steht der von Roberto Pragiola geschaffene Begriff TLT, wenn schon nicht für die italienische Leichtigkeit des Seins, zumindest für die Lockerheit mit der es gelingen kann, unter widrigsten Umständen seine Fliege zwischen tief überhängenden Ästen und Gebüsch am Flussufer zu platzieren... Denn die Technik wurde aus Sicht ihres Gründers – des in Italien mit ähnlichem Kultstatus versehenen Roberto Pragliola, wie Österreichs Hans Gebetsroither – entwickelt, um sich an typischen italienischen Flüssen einen Vorteil zu schaffen. An Flüssen, wo der klassische FFF (Federation of Fly Fishers) Überkopfwurf, wie auch der österreichische elliptische Wurfstil aus Sicht seines Entwicklers an seine Grenzen gerät: Klein- bis mittelgroße, turbulent und schnell fließende Flüsse mit dicht bewachsenen Ufern. Wo sich im Schatten überhängender Sträuche und Bäume Forellen sammeln. An Stellen die sich werferisch den wenigsten Fliegenfischern erschließen, aufgrund der Schwierigkeit künstliche Fliegen am Wasser anstatt im Geäst zu platzieren. Lehrmeister waren dabei die Forellen und Aeschen in den schwierig zu befischenden Flüssen und Bächen der Schweiz.
Montag, 24. September 2018
Hermann Hesse hilft, Fliegenfischer zu verstehen...
Montag, 13. November 2017
Christian Kuchelmeister zu Gast in Bad Liebenzell
Am vergangenen Freitag (10. November2017) hatten wir in Bad Liebenzell den international bekannten Fliegenbinder und mehrfachen Goldmedaillengewinner im Fliegenbinden, Christian Kuchelmeister, zu Gast. Es war stets sein Bestreben, möglichst naturgetreue Nachbildungen der aquatischen Insektenwelt zu binden. Heute zählt er zu den erfolgreichsten Bindern im europäischen Raum. Es war für alle Beteiligten ein sehr lehrreicher Abend. Christian Kuchelmeister zeigte seine Kunstfertigkeit, die via Life View Technik für alle Teilnehmer gut sichtbar und nachvollziehbar direkt an der Wand übertragen wurde. Er brachte darüber hinaus jedem Teilnehmer die wesentlichen Kniffe direkt am Bindestock bei. Die Gäste waren begeistert.
Terminlicher
Ausblick: Am Freitag, 17. November 2017 wird die diesjährige Fliegenbinde-Veranstaltungsreihe
durch Gerhard Laible abgeschlossen. Wenn dieser Name in Fliegenfischerkreisen
fällt, denkt jeder sofort an CDC Fliegen. Die Zeitschrift „Der Fliegenfischer“
stellte bereits ca. 50 seiner CDC-Fliegen vor. CDC heißt Cul de Canard (das
sind die wenigen Daunenfedern, rings um den Enten Bürzel, getränkt mit
natürlichem Fett). Diese Fliegen sind für die schwierigsten Fische
unwiderstehlich. Kein Wunder, dass diese Bindetechnik auf besonderes Interesse
stößt. Sie wurde von Gerhard Laible perfektioniert. Er beherrscht nicht nur die
Bindetechnik, sondern hat auch spezielle Werkzeuge dafür entwickelt. An diesem
Abend erleben die Teilnehmer nicht nur Bindekunst in Vollendung, sondern werden
unter seiner Anleitung ihre erste CDC Fliege binden. Die Veranstaltung beginnt
um 18:00 Uhr und dauert bis ca. 21 Uhr. Sie richtet sich an Fliegenfischer, die
für einen Unkostenbeitrag in Höhe von 45 Euro in die CDC Bindekunst eingeführt
werden.
Interessierte
Bürger sind herzlich als „Zaungast“und Zuschauer eingeladen.
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| Christian Kuchelmeister beim Fliegenbinden in Bad Liebenzell: jedes Detail wird von ihm offengelegt |
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| Fliegenbinden: Christian Kuchelmeister erklärt Bindetechnik in Bad Liebenzell |
Sonntag, 5. November 2017
Insektenkunde (Entomologie). Vortrag von Jürgen Gaul in Bad Liebenzell
Ein kompetenter Lichtbild-Vortrag
am 3. November 2017 waren Fliegenfischer und interessierte Bürger zu einem Lichtbild-Vortrag geladen. In seinem sehr eindrücklichen Vortrag stellte Jürgen Gaul dem anwesenden Publikum Insektenarten vor, die in Gewässern leben. Er bezog sich dabei speziell auf die Nagold und behandelte in seinem Vortrag sowohl die Wichtigkeit der verschiedenen Insektengruppen, als auch deren Lebensweise, was eine wichtige Wissens-Grundlage für jeden Fliegenfischer darstellt.
Sein Vortrag umfasste nicht nur Unterscheidungsmerkmale, sondern auch Orte des Vorkommens sowie das jahreszeitliche Erscheinen der unterschiedlichen Insekten.
Jürgen Gaul ist 1.Vorsitzender des Bezirksfischereivereins Nagoldtal e.V. Er bewirtschaftet mit seinem Verein ca. 30 km Nagold. Ferner ist er Mitglied in der deutschen Gesellschaft für Limnologie, welche sich mit dem Leben in Binnengewässern (speziell semiaquatische Insekten) beschäftigt.
Alle Teilnehmer waren begeistert und dankten Jürgen Gaul für seinen kompetenten Vortrag. In der anschließenden Diskussion wurden Gründe für den festzustellenden Rückgang der Insektenwelt erfragt - es entwickelte sich eine angeregte Diskussion um den dramatischen Artenschwund in Deutschland, der leider auch in der Nagold festzustellen ist.
am 3. November 2017 waren Fliegenfischer und interessierte Bürger zu einem Lichtbild-Vortrag geladen. In seinem sehr eindrücklichen Vortrag stellte Jürgen Gaul dem anwesenden Publikum Insektenarten vor, die in Gewässern leben. Er bezog sich dabei speziell auf die Nagold und behandelte in seinem Vortrag sowohl die Wichtigkeit der verschiedenen Insektengruppen, als auch deren Lebensweise, was eine wichtige Wissens-Grundlage für jeden Fliegenfischer darstellt.
Sein Vortrag umfasste nicht nur Unterscheidungsmerkmale, sondern auch Orte des Vorkommens sowie das jahreszeitliche Erscheinen der unterschiedlichen Insekten.
Jürgen Gaul ist 1.Vorsitzender des Bezirksfischereivereins Nagoldtal e.V. Er bewirtschaftet mit seinem Verein ca. 30 km Nagold. Ferner ist er Mitglied in der deutschen Gesellschaft für Limnologie, welche sich mit dem Leben in Binnengewässern (speziell semiaquatische Insekten) beschäftigt.
Alle Teilnehmer waren begeistert und dankten Jürgen Gaul für seinen kompetenten Vortrag. In der anschließenden Diskussion wurden Gründe für den festzustellenden Rückgang der Insektenwelt erfragt - es entwickelte sich eine angeregte Diskussion um den dramatischen Artenschwund in Deutschland, der leider auch in der Nagold festzustellen ist.
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| Vortrag von Jürgen Gaul in Bad Liebenzell |
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| Jürgen Gaul in Bad Liebenzell zum Thema: Insekten in der Nagold |
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| Schematische Zeichnung des Lebenszyklus von Jürgen Gaul |
Mittwoch, 13. September 2017
Insektenschwund auch in der Nagold
PDF
Im verlinkten Artikel aus DER SPIEGEL 36/ 2017 geht es um den dramatischen Artenschwund in Deutschland. Das stimmt leider. Wir Fliegenfischer haben in diesem Jahr sogar in der Nagold festgestellt, dass die Insektenanzahl erneut stark zurückgegangen ist.
Erinnert Ihr Euch? Noch vor wenigen Jahren wart Ihr auf der Autobahn und musstet nach spätestens 100 km die Windschutzscheibe putzen. Das ist Vergangenheit.
Im verlinkten Artikel aus DER SPIEGEL 36/ 2017 geht es um den dramatischen Artenschwund in Deutschland. Das stimmt leider. Wir Fliegenfischer haben in diesem Jahr sogar in der Nagold festgestellt, dass die Insektenanzahl erneut stark zurückgegangen ist.
Erinnert Ihr Euch? Noch vor wenigen Jahren wart Ihr auf der Autobahn und musstet nach spätestens 100 km die Windschutzscheibe putzen. Das ist Vergangenheit.
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| Bad Liebenzeller Fliegenfischer stellen fest: Insektenlarven im Fluss werden immer seltener |
Mittwoch, 5. Juli 2017
In welcher Fischregion befindet sich die Nagold?
Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, in welcher Fischregion die Nagold liegt. Deshalb hier eine kleine Übersicht:
Fischregionen
sind nach ökologischen Gesichtspunkten – im Wesentlichen nach dem Vorkommen
charakteristischer Leitfischarten definiert.
Die Forellenregion befindet sich am Oberlauf eines Fließgewässers. Es
herrscht eine sehr starke Strömung, dadurch wird das Wasser über Kies und
größere Steine umgewälzt und mit Sauerstoff angereichert. Die Wassertemperatur
steigt selten über 10 °C. Der Grund besteht aus Geröll und Kies. Leitfisch ist
die Bachforelle.
In der Äschenregion existiert immer noch eine starke Strömung und hoher
Sauerstoffgehalt, aber es gibt aber mehr Pflanzen als in der Forellenregion.
Die Wassertemperatur steigt hier schon bis 15 °C, der Untergrund besteht aus
Geröll und feinkörnigem Kies. Leitfisch ist die Äsche.
Forellen- und Äschenregionen werden oft zusammengefasst als
Salmonidenregion.
In der Barbenregion beträgt die Wassertemperatur um die 15 °C. Die
Fließgewässer werden breiter und die Strömung ist nur noch schwach. Der
Sauerstoffgehalt schwankt und ist wesentlich geringer als in der Äschenregion. Leitfisch
ist die Barbe.
Dann kommt die Brachsenregion. Sie liegt am Unterlauf eines Flusses. Die Temperaturen
sind im Sommer bis 20 °C. Der Pflanzenbewuchs ist sehr üppig und der Untergrund
besteht aus feinem Sand und Schlamm. Der Sauerstoffgehalt ist sehr niedrig. Leitfisch
ist der Brachsen.
Völlig klar, dass wir in Bad Liebenzell eine Mischung aus den genannten
Regionen haben.
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| Nagold zwischen Dennjächt und Bad Liebenzell |
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| Nagold bei Bad Liebenzell |
Labels:
bad liebenzell,
Fischbesatz,
Fliegenfischen,
Insekten,
Nagold
Standort:
Bad Liebenzell, Deutschland
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